The Knight of Destiny
Hintergrund
Nach Arminius war uns klar, dass ein weiterer FAS-Film gedreht werden soll. Unsere Affinität für das Genre „Historienschinken“ war für die Storywahl ausschlaggebend. Noch im Sommer 2004 begannen wir mit dem Drehbuchschreiben, jedoch vorerst nicht das vom letztlich realisierten The Knight of Destiny. Lange vor Zack Snyders 300 plante die FAS die Geschichte rund um Leonidas und seinen 300 wackeren Spartaner zu verfilmen. Das Drehbuch umfasste bereits 30 Seiten und Drehorte wurden auch schon festgeleg (Pragelpass im Muotathal), als wir realisierten, dass wir auf Grund unserer beschränkten finanziellen und zeitlichen Ressourcen keine spannende Story hinkriegen. So verschwand dieses Drehbuch in der Versenkung. Das Drehbuch zu Knight of Destiny erschien dann im Januar 2005. Gedreht wurde hauptsächlich im Februar und März. Ziemlich kalte Angelegenheit…
Story
6. Jahrhundert nach Christus. Earendel (Benjamin Ulrich), der Sohn des legendären dänischen Königs Beowulf, überquert einen tief verschneiten Alpenpass und gerät dort in einen Hinterhalt. Mit Hilfe des mysteriösen Bogenschützens Baldur (Ramon Kündig) überwindet er jedoch die Strassenräuber. Gemeinsam finden sie Unterschlupf für die Nacht bei den Gebrüder Bernulf (Ramon Wipfli) und Gaidemar (Samuel Rickenbacher). Von Bernulf erfährt Earendel, dass es sich um das hiesige Reich Eriks des Guten gar nicht so gut bestellt sei. Dunkle Kräfte seien am Werke. Ein Ungeheuer aus dem Norden (genannt Fafnir, Grendel oder Glaurung, gespielt von Simon Sidler) terrorisiere mit seinen Dämonen, den Uruloki, die Gegend. Earendel will Fafnir stellen. Er ist getrieben von Rache und das Schicksal persönlich (Yann Hendrikx) hat ihn mit der Vernichtung Fafnirs beauftragt, da dieser in Verbindung mit dem nordischen Unterweltgott Loki steht. Auf dem Weg nach Middangeard, der Hauptstatt des Alpenreichs, begegnen sie Prinz Leif (Andreas Christen), dem Neffen Erik des Guten und damit Thronfolger. Leif erkennt in Earendel einen Messias. Eine Prophezeiung aus altvorderer Zeit habe verkündet, dass der Stern des Nordens und Sohn eines Drachentöters kommen werde um einem Ungeheuer das Handwerk zu legen. Es wird erklärt, dass Earendel Stern des Nordens bedeute (tut es im alten Angelsächsischen wirklich!) und Earendel der Sohn Beowulfs des Drachentöters sei. Die Gruppe wird aber von den Schergen Fafnirs angegriffen und Earendel wird von den anderen getrennt, welche glauben er sei tot. Das Drama nimmt seinen Lauf…
Produktionsnotizen
The Knight of Destiny ist der erste FAS-Film der beinahe eine Spielfilmdauer erreicht (74 Minuten). Entsprechend war der Aufwand grösser. An insgesamt sieben Drehtagen haben wir geschlottert und wie durch ein Wunder hat sich niemand eine Lungenentzündung geholt. Das Schlottern hat sich aber gelohnt. Die Schneelandschaften tragen wunderbar zur düsteren Grundstimmung bei.
The Knight of Destiny erlebte seine erste Aufführung in der Aula der KKS. Trotz haarsträubendem Marketing (bis auf ein Rundmail von Beni Ulrich nicht existent) fanden sich doch rund 100 Gäste ein. Positive Reaktionen führten schliesslich dazu, dass die Film Association sich zu einem weiteren Projekt aufrappeln konnte. Die Qualität des Films ist zwar deutlich höher als die von Arminius. Dennoch liess noch vieles zu Wünschen übrig. Das Drehbuch ist eine narrative Katastrophe (und voll von pseudo-schwülstigem Pathos), die Organisation war ziemlich improvisiert und gewisse Kostüme parodiewürdig. Nichts desto trotz verbuchen wir den Film als Erfolg: Der Dreh hat ungemein Spass gemacht und das FAS-Team zusammengeschweisst. Bei The Knight of Destiny stiessen drei heutige Vorstandsmitglieder zum Team: Ramon Kündig, Stefan Szalai und Roman Engetschwiler. Auch viele weitere treue FAS-Unterstützer gaben damals ihr Debüt.


