Arminius – Der Befreier Germaniens
Nach den beiden Filmen Dark Age und Alien Attack (leider auch verschollen) entschieden wir uns zu einer ersten Grossproduktion. Arminius sollte der erste FAS-Film sein, der auf einem Drehbuch basiert und mehr als zwei Drehtage (nämlich deren drei) in Anspruch nahm. Im Februar und Mai 2004 drehten wir unseren ersten Film, der – zumindest für uns – noch heute geniessbar ist.
Handlung
Im Jahre 9 n.Chr. erreicht das Imperium Romanum unter dem ersten Kaiser Augustus Cäsar (Stefan Indergand) einen Machthöhepunkt. Das Reich hat eine Epoche von Stabilität und Frieden hinter sich, die berühmte Pax Augusta. An den Grenzen waren die Legionen der Tiberstadt aber tüchtig. Um die Zeitenwende wurde Germanien bis an die Elbe erobert. Doch die Germanen liessen sich nicht so leicht Kolonisieren, wie der römische Historiker Tacitus zu berichten wusste. Deshalb wurde einer der fähigsten aber auch berüchtigtsten Stadthalter des Reiches nach Germanien geschickt um diesen Wilden die lateinische Zivilisation zu bringen: Publius Quinctilius Varus (Ramon Wipfli). Der römische Stadtklatsch brachte folgendes Bonmot in Verbindung mit dem Patrizier: „Arm betritt Varus eine reiche Provinz, reich verlässt er eine arme.“ Der junge Fürst des Stammes der Cherusker Arminius (Andreas Christen) wurde in seiner Kindheit als Geisel nach Rom gebracht, um die Loyalität seines Vaters sicher zu stellen. Dort erhielt er eine römische Ausbildung und arbeitete sich im Heer zum Offizier und in der Gesellschaft zum Equites (Ritter) vor und genoss das Vertrauen der römischen Elite. Bald aber zog es ihn wieder nach Germanien zurück um dort die Führung seines Stammes zu übernehmen. Der Film beginnt damit, dass Arminius Kaiser Augustus in Rom einen diplomatischen Protestbesuch abstattet und die Absetzung von Varus als Stadthalter verlangt, da dieser das germanische Volk unterjoche. Augustus verweigert ihm diesen Wunsch und Arminius reist wutentbrannt zurück nach Germanien. Dort beginnt er einen Aufstand und löscht ein römisches Kastell nach dem anderen aus. Augustus stattet Varus mit drei Legionen aus um den Aufstand zu zerschlagen. Arminius überzeugt die wilden Germanen, dass den Römern nur per Guerilla-Taktik beizukommen sei und bereitet deshalb einen legendären Hinterhalt vor. Varus, von der römischen Überlegenheit gegenüber den Barbaren überzeugt, lässt sich in seiner Arroganz in den dichtbewachsenen germanischen Urwald nahe Kalkriese führen. Dort, im berühmten Teutoburgerwald, vernichtet Arminius mit seinen sowohl zahlenmässig als auch waffentechnisch unterlegenen Germanen die mächtige römische Kriegsmaschinerie. Varus selbst wird von Arminius im Zweikampf erschlagen. Geschlossen wird unser Werk mit den ersten zwei Strophen Heines‘ Wintermärchen:
Das ist der Teutoburger Wald,
Den Tacitus beschrieben,
Das ist der klassische Morast,
Wo Varus steckengeblieben.
Hier schlug ihn der Cheruskerfürst,
Der Hermann, der edle Recke;
Die deutsche Nationalität,
Die siegte in diesem Drecke.
Unterlegt mit einer melancholischen Melodie aus Braveheart brachten wir sogar einen Touch Antikriegsfilm hin.
Produktionsnotizen
Arminius ist der erste Film, der im Vorspann wörtlich als FAS-Film bezeichnet wurde. Damals hiess FAS noch Film Association Sisikon. Zur Herkunft dieses Namens sei auf unsere Gründungsmythologie verwiesen.


